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Sauerland Waldroute Soest: Europaweit einzigartiges Bauwerk - Lörmecke-Turm an der Sauerland-Waldroute eröffnet

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09.06.2008 - 10:03 Uhr - Soest. Zu bestaunen war das Wahrzeichen der Sauerland-Waldroute, der Lörmecke-Turm, schon seit einigen Wochen. Jetzt haben alle Wanderfreunde auch die Gelegenheit, seine 204 Stufen zu ersteigen und bei gutem Wetter einen fantastischen Panoramablick vom Hochsauerland über den Haarstrang und die Westfälische Bucht bis hin zum Teutoburger Wald zu genießen. Eckhard Uhlenberg, Umweltminister des Lands NRW, hat das Aussichtsbauwerk am Samstag, 7. Juni 2008 gemeinsam mit der Soester Landrätin Eva Irrgang, dem Bürgermeister der Stadt Warstein, Manfred Gödde, und weiteren Ehrengästen eröffnet.

Eigentlich befindet sich der Besucher auf gut 616 Meter Höhe, denn der 35 Meter hohe Turm wurde auf dem 581 Meter über NN gelegenen höchsten Punkt des Arnsberger Waldes errichtet. Der Standort liegt zwischen Warstein und Eversberg direkt am historischen Plackweg, etwa drei Kilometer östlich des ausgewiesenen Parkplatzes vor dem historischen „Stimmstamm“. Er kann nicht direkt angefahren werden, sondern ist für den Besucher nur zu Fuß oder per Rad über das vorhandene Forst- und Wanderwegenetz, vor allem aber über den im Mai eingeweihten neuen Premium-Wanderweg Sauerland-Waldroute zu erreichen. Der Lörmecke-Turm stellt einen der Erlebnispunkte dieser neuen touristischen Attraktion dar. Bereits eröffnet wurde der Klangwald in Möhnesee. Im Bibertal in Rüthen wird am Sonntag, 15. Juni, ein Walderlebnispfad, der „Biberpfad“, seiner Bestimmung übergeben. Der Sunderner Teil der Sauerland-Waldroute und der „Kyrillwald“ werden am Freitag, 20. Juni, der Öffentlichkeit präsentiert.


(Landrätin Eva Irrgang und Minister Eckhard Uhlenberg genossen als die ersten Gäste den herrlichen Panoramablick vom Lörmecke-Turm. Foto: Müschenborn/Kreis Soest )

Rund 1.000 Wanderfreunde nahmen am Samstag, 7. Juni, an geführten Sternwanderungen teil, um die Premiere des Aussichtsbauwerkes hautnah zu erleben. Landrätin Eva Irrgang dankte der Lörmecke Wasserwerk GmbH, der Warsteiner Brauerei und dem Warstein-Touristik e. V., die sich als Sponsoren für das Projekt engagiert hatten. Der Dank der Verwaltungschefin galt ebenso dem Landesbetrieb Wald und Holz und damit dem Umweltministerium, das erhebliche Fördermittel gestellt hat. Außerdem hatten der Hochsauerlandkreis, der Kreis Soest, die Stadt Warstein und die Stadt Meschede Unterstützung geleistet.

Minister Eckhard Uhlenberg kennzeichnete den Aussichtsturm als touristisches Highlight der Region und als Symbol für das Zusammenwachsen Südwestfalens.

Als verantwortlicher Bauleiter engagierte sich Architekt Franz Gockel vom Kreis Soest. Für Statik und Entwurfsplanung zeichneten Dr. Ing. Michael Maas und Architekt Johannes Ulrich Blecke verantwortlich. Die beteiligten Baufirmen (Holzbau Hunold GmbH & Co. KG, 37327 Leinefelde-Worbis, Bauunternehmen Anton Rebbert, 59602 Rüthen-Kallenhardt, K&S Blitzschutztechnik GmbH, 59425 Unna) mussten für das ungewöhnliche Bauwerk besonderes handwerkliches Geschick an den Tag legen. Beim Team der im Soester Kreishaus beheimateten Geschäftsstelle Naturpark Arnsberger Wald liefen die Fäden zusammen. Die Forstmänner Henning Dictus (Warstein) und Rolf Wiese (Eversberg) sowie der Warsteiner Touristiker Wolfgang Heppekausen unterstützten das Projektbüro.

Architekt Johannes-Ulrich Blecke steuerte bei der Eröffnung Informationen zum Bau bei. Dieses europaweit einzigartige Bauwerk, das in fünf Monaten Bauzeit entstand, besteht aus über kreuz geführten Rundhölzern und Stahlringen und hat die Form eines Translationsparaboloids. Mit ihrer Neigung von 82 Grad zur Waagerechten bilden 144 rund zwölf Meter lange Douglasienrundhölzer die Außenhülle. An 288 Kreuzungspunkten verbinden Schrauben das Holz mit den Stahlringen. Der 35 Meter hohe Turm mit seiner innen liegenden Wendeltreppe steht auf einem sieben Meter durchmessenden Fundament. 144 Kubikmeter Beton im Erdreich sorgen für Standfestigkeit. Das Gewicht der Konstruktion beträgt 80 Tonnen. Der Turm hat drei Plattformen und gibt dem Besucher bewusst keine Blickrichtung vor. Auf jeder Plattform hat man die Möglichkeit, eine 360-Grad-Aussicht zu genießen. Das Besondere an dem Bauwerk ist die Geometrie und die Architektur. Es ist eine offene und filigrane Konstruktion, die elegant daherkommt. Die runden Stämme passen gut zum Wald, in dem der Turm steht. Als Anleihe an die Leichtigkeit der Natur, wurde auf eine Verkleidung verzichtet.

Zur Geschichte des Projekts:

Ursprung der Idee für einen Aussichtsturm war die Erkenntnis, dass es im Arnsberger Wald zwar sehr viel Wald, dafür aber auch umso weniger Ausblicke gibt. (Gutachten Dr. Brämer zu den Planungsabsichten der Sauerland-Waldroute 2003)

Mit der Suche nach einem geeigneten Standort nahm die Idee für einen Turm, insbesondere unterstützt durch den damaligen Soester Kreisdirektor Dr. Wolfgang Maas, dann in 2005 konkretere Formen an. Per Hubsteiger weit über die Bäume gehoben und von der Fernsicht überaus beeindruckt, zerstreuten sich auch die letzten Zweifel an der „Notwendigkeit" eines Aussichtsturmes.

Zunächst nicht wirklich ernst genommen, gegen einige Widerstände und eigentlich auch mittellos, verfolgte die Geschäftsstelle des Naturparks Arnsberger Wald dann doch beharrlich die Idee, den Aussichtsturm nun auch am höchsten Punkt des Naturparks Arnsberger Wald zu verwirklichen. Schließlich gelingt es, nicht nur die Genehmigung zum Bauwerk zu erreichen, sondern auch einige heimische Sponsoren und das Land NRW für die Maßnahme zu gewinnen und damit auch die Finanzierung zu sichern. Basis hierfür ist die architektonisch äußerst ungewöhnliche Form des geplanten Turmes, die an die bekannte Bauweise von Kühltürmen erinnert, nur eben sehr viel schlanker und graziler ausgeführt. Die Assoziation mit einem Trinkglas ist dabei nie wirklich Absicht, aber doch naheliegend.
Vorgabe ist auch, für die tragende Konstruktion ausschließlich heimisches Holz, hier Douglasienstämme, zu verwenden.

Langsam wächst im Umfeld die Begeisterung für das Projekt, die anfänglichen Zweifel verblassen. Anfang 2007 erfolgt dann mit der öffentlichen Ausschreibung der Startschuss zur Verwirklichung der Turmvision. Die Öffentlichkeit verfolgt die einzelnen Bauphasen mit großem Interesse und mit einer täglich wachsenden Zahl an Schaulustigen. Das Projekt ist inzwischen bei der Bevölkerung angekommen – man spricht von „unserem" Turm.

Warum Lörmecke-Turm?

Das Aussichtsbauwerk steht oberhalb des Einzuggebietes des Lörmecke-Baches. Das Grundwasser des Warsteiner Massenkalks, das von der Lörmecke-Wasserwerk GmbH, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen des Kreises Soest, und den Stadtwerken Warstein für die öffentliche Trinkwasserversorgung entnommen wird, speist auch dieses Gewässer. Seit 1935 fördert allein die Lörmecke GmbH jährlich aus diesem natürlichen Grundwasserreservoir 3,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Der Lörmecke-Turm steht so für das Geschenk der Natur, das die gesicherte und kostengünstige Belieferung der Menschen im südlichen Soester Kreisgebiet mit dem Lebensmittel Nummer eins darstellt.

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