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Willingen bereitet sich auf Skisprungspektakel vor

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03.02.2010 - 13:17 Uhr - Willingen. Die Weltelite des Skispringens, Feuerwerk und zehntausende Fans – das sind die Bestandteile, die auch am kommenden Wochenende wieder ein explosives Gemisch aus Hochleistungssport und Partyvergnügen für das Weltcupspringen in Willingen versprechen.

Vorher müssen allerdings die Schneemassen beseitigt werden.
Der Countdown läuft. Um den Feinschliff an der Mühlenkopfschanze in der kommenden Woche vornehmen und die Spur für die Athleten bestens präparieren zu können, dreht sich an diesem Wochenende in Willingen noch alles um die großen Schneeräumaktionen.
„Alle Abteilungen des SC Willingen, alle Vereine und Institutionen aus der Region sind aufgerufen, möglichst viele freiwillige Helfer zu mobilisieren“, appellierte OK-Chef und Ski-Club-Präsident Jürgen Hensel am vergangenen Wochenende an seine Teams und die vielen Skisprung-Fans.


Im Schneechaos ersticken

Doch genau an dieser Stelle wird das Problem deutlich. Das Weltcup-Skispringen 2010 im Jubiläumsjahr des 100-jährigen Geburtstages des Vereins droht im Schneechaos zu ersticken. „Bis zu einem halben Meter Neuschnee haben die Wetterfrösche allein bis zum Samstag vorhergesagt“, treibt es Hensel die Sorgenfalten auf die Stirn.



Bis zu einem halben Meter Neuschnee
Schnee, den die Veranstaltung nicht mehr benötigt, denn Schanzenchef Wolfgang Schlüter und seine Mannschaft haben im Vorfeld genügend Schnee an der Schanze durch den Einsatz der Schneekanonen produziert.
Ski-Club-Präsident Wilhelm Saure ist aufgrund des Wetters ebenfalls in großer Sorge. Damit nun wegen der neuerlichen massiven Schneefälle „nicht alles für die Katz‘“ sei, müssten auch die bisher schon so zahlreich erschienenen treuen Helfer wieder zur Stelle sein. „Und alle sollen nach Möglichkeit noch selbst eine weitere Schneeräumkraft an die Hand nehmen und mitbringen“, hofft Saure auf den intakten Team-Geist aller „Free Willis“, wie sich die Freiwilligen des SC Willingen selbst gerne nennen. „Nur so kann es gehen“, so Saure weiter. So viel ist klar: Das wird ein echter Kraftakt im Kampf gegen die Natur.
Zum runden Geburtstag hätte sich der Traditionsverein ganz sicher eine leichtere Vorbereitung auf die große Wintersportveranstaltung mit den besten Skispringern der Welt aus 15 Nationen gewünscht.
Ein Blick in die Meldeliste des Willinger Weltcups zeigt die hochkarätige Besetzung, die die Zuschauer am kommenden Wochenende erwarten wird: Mit Thomas Morgenstern (2x), Martin Koch, Andreas Kofler, Martin Schmitt und Michael Uhrmann sind insgesamt sechs Olympiasieger unter den Teilnehmern vertreten. Mit Athleten wie Wolfgang Loitzl, Adam Malysz, Gregor Schlierenzauer und Andi Küttel (allesamt Weltmeister) oder auch Jakub Janda und Anders Jacobsen (Vierschanzentourneesieger) ist die absolute Weltelite in Willingen vertreten.



Comeback von Martin Schmitt
Besonders erfreulich aus deutscher Sicht ist sicherlich das Comeback von Martin Schmitt, der nach seinem Erschöpfungssyndrom endlich wieder in den aktiven Skizirkus zurückkehrt. „Die Springer wie Gregor Schlierenzauer, Andreas Küttel und Martin Schmitt sind von uns aus den Vorjahren eine perfekte Schanze gewohnt, diesen Anspruch wollen wir auch diesmal erfüllen“, sagt der stets gut gelaunte Berufsoptimist Schlüter. Aber nicht nur die Schanze soll perfekt sein, die Willinger wollen den vielen Skisprung-Fans auch sonst wieder ein außergewöhnliches Rahmenprogramm in der Weltcup-Arena anbieten. So gibt es ab 18 Uhr ein riesiges Feuerwerk mit Lasershow und Vorstellung der Springer bei der Eröffnungsfeier am Weltcup-Freitag nach Training und Qualifikation (ab 15 Uhr) an der Mühlenkopfschanze.

Am Samstag findet ein Einzel-Weltcup statt (Einlass ab 11 Uhr), bei dem die Österreicher wie bei der gesamten TelDaFax FIS-Team-Tour die haushohen Favoriten sind. Und auch beim Team-Weltcup am Sonntag (Einlass ab 10 Uhr) wird erwartet, dass die schlagkräftige Truppe von Erfolgscoach Alex Pointner die Nase vorn hat und den Extra-Siegerscheck über 100.000 Euro und die begehrte Team-Tour-Trophäe in den Willinger Himmel strecken wird. Die „Adler“ aus der Alpenrepublik brennen darauf, es den Norwegern heimzuzahlen, die ihnen im Vorjahr als Tour-Champions völlig überraschend den Sieg vermasselten. Bei den fünf Weltcup-Konkurrenzen in Oberstdorf, Klingenthal und Willingen geht es übrigens um ein sattes Preisgeld von insgesamt 500.000 Schweizer Franken. Da lohnt es sich also, weite Sprünge zu machen.

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